Das Gewächshaus

Welche Pflanzen kann man wann im Gewächshaus anbauen?

Welche Pflanzen ins GewächshausDie ersten Spuren der Gewächshäuser konnte man weit in der Vergangenheit im späten 16. Jahrhundert entdecken. Doch so wie sie früher das erste Mal zu finden waren, sind sie lange nicht mehr. Denn während man früher bei einem Gewächshaus an ein großes Gebäude zur Überwinterung und Pflanzen in Kübeln dachte, sehen Gewächshäuser heutzutage völlig anders aus. Es gibt ganz kleine Gewächshäuser, wie in einigen Gärtchen zu finden, sogenannte Minigewächshäuser, bis zum großen botanischen Garten „Eden Project“ der Welt, der bis zu 50 Hektar groß ist. Doch eine Gemeinsamkeit gibt es, denn jedes Gewächshaus ist eine Konstruktion, die aus einem lichtdurchlässigen Material, wie Glas oder diversen ähnliche Kunststoffplatten und auch Kunststofffolien besteht. Einerseits dienen Gewächshäuser, durch eine hohe Luftfeuchtigkeit, sowie eine hohe Temperatur, für ein ideales Wachstum der Pflanzen. Andererseits werden vor allem kleinere Pflanzen,  natürlich aber auch größere vor verschiedenen Niederschlägen sowie starken Winden zu jeder Jahreszeit geschützt.

Ein großer Vorteil solcher Gewächshäuser ist daher, dass verschiedenes Gemüse, wie zum Beispiel Salat, Rettich oder auch Spinat früher als zur eigentlichen Hauptsaison des entsprechenden Gemüses geerntet werden kann.

Außerdem gibt es natürlich viel Gemüse, wie beispielsweise die Paprika, Auberginen oder auch Wassermelonen, deren Herkunft auf völlig anderen Kontinenten wie Südamerika, Asien und Afrika ist. Doch man kann sogar solche zuerst fremden Obst- und Gemüsearten bei den entsprechend nachgestellten Klimas in Gewächshäusern beheimaten.

Grundlegend kann man sagen, dass solche Gewächshäuser für berufliche aber auch wahre Hobbygärtner ein absolutes Muss ist. Denn was ist schöner als die im Frühling und Sommer stattfindenden Gartenmonate bis in den Herbst und sogar Winter verlängern zu können?

Der Winter:

Frühbeet im WinterNovember: mit diesem Monat steht der Winter wieder vor der Tür. Die Tage werden kürzer und dunkel, es ist nass und dazu meistens noch kalt. Nicht nur wir sind froh zu Hause anzukommen, uns zu trocknen und die Füße zu wärmen, denn auch die Pflanzen können sich zu dieser kalten Saison über einen geschütztes und warmes Plätzchen freuen. Denn nur weil es kälter wird, muss das nicht bedeuten dass die Pflanzen über den Winter schlafen. Vor allem Winterbrokoli, Lauch und verschiedene Blattgemüse können über den Winter im Gewächshaus heranwachsen. Allerdings sollten die meisten Pflanzen vorgezogen werden. Denn egal wie kalt es ist- diese Pflanzen bleiben hartnäckig. Natürlich gibt es auch Pflanzen, die über den Winter durch die kalten Temperaturen erst anfangen zu keimen. Solche Pflanzen werden daher als Kaltkeimer bezeichnet. Dazu gehören auf alle Fälle  Blumen wie Mohn, Veilchen, Lilien oder Christrosen.
Wer sein Gewächshaus über den Winter beheizt und die Pflanzen mit ausreichend Licht versorgt, kann natürlich uneingeschränkt sein Gemüse und Obst im Winter genießen.

Der Frühling:

Minigewächshaus im FrühlingJe nach Jahr ist es im Februar noch düster und kalt, wobei dieser Monat auch schon mit einer geringen Anzahl an herrlichen Tagen der Startschuss des Frühlings und somit der Gartenzeit und der blühenden Saison sein kann. Nun, im April ist die beste Zeit gekommen, um verschiedene Obstbäume oder –sträucher je nach dem im Garten oder noch im Gewächshaus zu pflanzen. Auch für die beliebte rote Frucht- die Erdbeere ist es nun soweit. Außerdem können zum Beispiel Kürbisse oder Zucchini  ins Freie oder noch besser ins Gewächshaus gesteckt beziehungsweise die vorgezogenen Pflänzchen eingesetzt werden. Natürlich können auch fast alle andern Pflanzen von den Möhren über den Blumenkohl bis zu den Tomaten gesetzt werden. Dabei ist es selbst verständlich wieder besser die Pflanzen in einem Gewächshaus zusähen, so dass keine Missernte bei starken Niederschlägen zu befürchten ist.

Der Sommer:

Freistehendes Gewächshaus im SommerNun im Juni wenn jedermann auf den Sommer warten sind die meisten Blumen der Frühlingszeit wieder verblüht, was jedoch bedeutet, dass es im Gemüsegarten umso spannender wird. Die ersten im Gewächshaus gesetzte  Pflanzen, wie Tomaten können eventuell bereits geerntet werden und jetzt hat auch die Spargel und Erdbeere Saison begonnen. Doch um im nächsten Jahr wieder Erdbeeren genießen zu können ist im August bereits die ideale Zeit um die Jungpflanzen zu setzen.

Der Herbst:

HerbstblätterMit dem September endet zwar der Sommer, jedoch ist das kein Grund sich zurück zu ziehen. Denn die Ernte ist im September das wohl größte aller Themen. Ein tolles Gefühl, wenn man die Ergebnisse der Arbeit und Mühe, der vergangenen Monate erkennt. Es können die letzten Möhren  aus dem Boden gegraben werden, die Zucchini kann in der Küche weiterverarbeitet werden und auch der Kürbis erfüllt seinen Zweck entweder als Essen oder als Halloween Dekoration. Nun im Oktober kann der Garten, beziehungsweise die sich im Gewächshaus befindende Erde umgegraben werden, so dass sie auf das nächste Jahr wieder gefasst ist.

Der Vorteil eines Gewächshauses

Auch wenn einem bei der Gartensaison meist nur der Frühling und Sommer in den Sinn kommt wird hier deutlich, dass das nicht die einzigen Jahreszeiten sind, in diesen sinnvoll im und für den Garten gearbeitet werden kann. Denn auch im Herbst und lässt sich effektiv Zeit in seinem Gewächshaus zubringen. Da das Wetter jedoch nie sicher vorhersehbar ist, sind Gewächshäuser ideal, um bezüglich der Ernte keine Risiken einzugehen.

 


Kommentar schreiben

*


Noch keine Kommentare